LED-Leuchten haben es in sich

In einer nicht allzu fernen Zukunft parken wir das Auto abends in der Stadt, im milden Licht der Straßenlaterne. Die hat das Kennzeichen des Wagens beim Einparken gescannt und als Besucher identifiziert. Seither läuft der Zähler und die Parkgebühren werden automatisch dem Konto des Fahrers belastet. Wenn es ein elektrisches Auto ist, was in zehn Jahren keine Ausnahme, sondern die Regel sein wird, kann die Straßenlampe es auch gleich mit Strom betanken, sogar autonomes Fahren könnte unterstützt werden. Außerdem misst die Laterne stündlich die Feinstaubwerte der Luft. Und wenn es dann Nacht wird und kaum noch Autos durch die Straßen fahren, dimmt das Licht der Laterne herunter und senkt den Stromverbrauch der ohnehin um 50 Prozent sparsameren LED-Leuchten der Laterne auf ein Minimum. 

Diese LED-Leuchten haben es in sich und noch viel vor sich, nicht nur für diese Straßenlaternen von morgen. Einer, der von Anbeginn von diesen ­kleinen Dingern fasziniert war, ist Daniel San Jocic, geschäftsführender Gesellschafter der Luxstream GmbH. „Als die ersten LED-Leuchten auf den Markt kamen, hat mich die Technologie überzeugt und ich erkannte das ­enorme Marktpotenzial“, erinnert sich der Jungunternehmer, der damals noch bei einem großen deutschen Autohersteller beschäftigt war und dort ­einer glänzenden Karriere entgegensah. Und obwohl besagter Autobauer als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands gilt, nahm der damals 33-jährige San Jocic all seinen Mut zusammen, verschrieb sich gänzlich der neuen LED-Technologie und stieg in die kurz zuvor von seinen Freunden Rolf Neubauer und Daniel Hermann im Jahre 2009 gegründete Luxstream GmbH ein. Der vierte im Bunde ist Thomas Bosiacki, der seither vor Ort in Hongkong das Ohr ganz dicht am Markt hat und die Auftragsproduktion der LEDs für die Luxstream leitet. „Mein Traum war schon immer, ein Unternehmen aufzubauen und zu leiten. Leidenschaft und gegenseitige Wertschätzung im Team sind für mich zentrale Erfolgsfaktoren“, sagt der studierte Wirtschaftsingenieur San Jocic. Heute plant seine Firma Luxstream komplexe Beleuchtungssysteme für professionelle Anwendungen in Industrie und Gewerbe. Dafür entwickelt und produziert sie eigens die benötigten qualitativ hochwertigen LED-Leuchten. 

Unkomplizierte Starthilfe

Um jungen Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen beim Start in die Selbstständig­keit zu helfen, hat ENTEGA ein eigenes Start-up-Programm etabliert.

„Leidenschaft ist der Motor unseres Erfolges.“

Daniel San Jocic, geschäftsführender
Gesellschafter der Luxstream GmbH

Hat den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt: Jungunternehmer Daniel San Jocic

Was die LED-Technik so besonders macht, ist ihre enorme Langlebigkeit, ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Funktionen sowie der ­geringe Energieverbrauch. Angesichts dieser Eigenschaften wundert es nicht, dass LED-Beleuchtung auch für die Kunden der ENTEGA ein großes Thema ist, besonders für Gewerbe- und Industriekunden, aber auch für die Kommunalverwaltungen. Konzepte unter dem Schlagwort „Smart Lighting“ oder „Smart City“ sind längst Realität geworden: ENTEGA tauscht im Zuge des Straßenbeleuchtungskonzeptes 2020 seit dem Jahr 2013 in 50 südhessischen Städten und Gemeinden insgesamt 24.000 alte Straßenlaternen gegen moderne, energiesparende Leuchtmittel aus. Damit unterstützt sie die Sparziele ihrer Kunden, denn die moderne LED-Technik verbraucht im Vergleich zu einer Quecksilberdampflampe rund die Hälfte an Energie.

Ansteckende Begeisterung

„Anfangs waren wir so verliebt in die LED-Technologie, dass wir viel darin investiert haben, die besten und tollsten LED-Leuchten – oder am besten die eine, die alles kann – zu entwickeln, ohne darauf zu achten, welche Umsetzung eigentlich am Markt gebraucht wird“, gesteht Daniel San Jocic. Das war etwa drei Jahre nach der Firmengründung. Die drei Gesellschafter erkannten die Fehlentwicklung und setzten einen neuen Kurs. Fortan fingen sie dort an, wo die LED-Leuchten hinkommen sollen: beim Kunden. Sie erfragten und erforschten die Anforderungen von Unternehmen und Kommunen an deren Beleuchtungssysteme. Klingt simpel, aber vor allem bei Fertigungshallen, Logistikhallen und in öffentlichen Gebäuden müssen nicht nur die individuellen Gegebenheiten, sondern auch viele Sicherheitsstandards bei der Beleuchtung und Notbeleuchtung eingehalten werden – und dennoch darf das Licht nicht flackern und sollte einen hohen Farbwiedergabewert besitzen. „Wir haben enorm dazugelernt, und vor allem eines: genau zuzuhören und die Produkte auf den Kunden abzustimmen“, sagt Daniel San Jocic. Was das Team von Luxstream hingegen nicht erst lernen musste, sondern ganz offenkundig in sich trägt, ist die Fähigkeit, andere mit ihrer Begeisterung für diese neue Technologie anzustecken. Im Kundenkreis finden sich daher mittlerweile auch einige große Namen mit namhaften Projekten. So zeichnet mittlerweile Luxstream unter anderem für das Konzept und die Beleuchtung der Fertigungshallen der Darmstädter Firma Döhler verantwortlich, ebenso beim Logistikcenter von UPS in Frankfurt oder beim englischen Autozulieferer GKN. 

„Bislang sind wir organisch gewachsen und das war auch gut so“, sagt Daniel San Jocic. Aber er weiß, dass sie mehr können. Daher nahmen die vier Gesellschafter vor rund drei, vier Jahren erste Gespräche mit potenziellen Investoren auf. „Wir haben einige Interessenten kennengelernt, aber keiner hat uns wirklich zugesagt“, sagt San Jocic. Das Blatt fing an sich zu wenden, als er bei einem geschäftlichen Neujahrsempfang in Darmstadt vor zwei Jahren René Sturm von der ENTEGA kennenlernte. Es blieb zunächst beim Small Talk zwischen den beiden, doch die intelligenten LED-Beleuchtungskonzepte der Luxstream GmbH blieben Sturm im Gedächtnis und formten dort ganz ­leise eine Idee. 

Autos als Elektrospeicher

 

Das dreijährige Forschungsprojekt „Well2Wheel“ hat den Nachweis erbracht, dass die E-Mobilität die Versorgungssicherheit erhöhen kann. Denn Elektrofahrzeuge können als mobile Speicher in die regionalen Stromverteilungsnetze integriert werden und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Das moderne LED-Beleuchtungskonzept für die ETA-Fabrik der Zukunft auf dem Campus der TU Darmstadt hat die Firma Luxstream entwickelt und umgesetzt.
Als Fabrik der Zukunft wurden bei der ETA-Fabrik auf dem Campus der TU Darmstadt verschiedene Gewerke unter einem Dach als eine Einheit geplant. Gegenüber einer isolierten Optimierung einzelner Teilsysteme konnten so 40 Prozent Energie eingespart werden.

„Wir haben gelernt, den Kunden genau zuzuhören.“

Daniel San Jocic, geschäftsführender
Gesellschafter der Luxstream GmbH

Sie wurde lauter, als ENTEGA damit begann, die Pforten des Unternehmens weit zu öffnen und ganz im Geiste einer sich ändernden Welt der digitalen Möglichkeiten verstärkt auch außerhalb der eigenen Wände nach Impulsen und Ideen zu suchen, wie sie die Chancen der Digitalisierung nutzen und neue Geschäftsfelder erschließen könnte. Zur Manifestation der neuen Ausrichtung hat ENTEGA den Geschäftsbereich „Unternehmensentwicklung“ verstärkt. Der offizielle Startschuss fiel im Herbst 2016. Seither brüten sieben Mitarbeitende und die beiden Bereichsleiter, René Sturm und Artur Mertens, über neuen Ideen und Wegen. „Zielsetzung ist, die Innovationsfähigkeit des gesamten Unternehmens zu steigern, um Wachstum zu generieren und die Chancen der Digitalisierung – neben den Effizienzsteigerungen der internen Abläufe – vor allem für smarte Geschäftsmodelle und neue Serviceleistungen zu nutzen“, erklärt Mertens. „Dabei arbeiten wir stärker interdisziplinär und oftmals agil zusammen“, führt er weiter aus.

Abertausend Jungunternehmen und Start-ups reiten derzeit die gigantische digitale Welle. Hier die richtigen Partner zu finden, ist nicht unbedingt einfach. „Zwei aus unserem Team sind hauptsächlich damit  beschäftigt, die Start-up-Szene nach interessanten Ideen und potenziellen Partnern abzusuchen“, erklärt René Sturm. Mehr als 300 Einträge zählt die Datenbank, in der alle Informationen über die analysierten Jungunternehmen gespeichert sind. Die Daten der Luxstream findet man dort allerdings nicht mehr, die ­stehen jetzt woanders. 

„Nachdem wir uns in so vielen Gesprächen so weit angenähert haben, ­wollen wir die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene heben“, weiß René Sturm. Denn aus dem Small Talk am Neujahrsempfang ist unterdessen eine Beteiligung von 25,1 Prozent an der Luxstream GmbH geworden. Vorangegangen waren nur ­wenige Gespräche, bis Einigkeit zwischen den beiden neuen Partnern ­herrschte, denn beide haben rasch das Win-win-Potenzial des Zusammen­gehens erkannt. Aber es dauerte unzählige Stunden und Meetings, bis der gesamte administrative Prüfprozess dieser sogenannten Due Diligence geschafft war. 

„Die Offenheit und die konstruktive Herangehensweise von ENTEGA hat uns am meisten beeindruckt und lässt uns spüren, dass da jemand ist, der uns als Firma auch wirklich weiter entwickeln möchte“, sagt Daniel San Jocic. Er sieht in der Beteiligung der ENTEGA eine gute Chance, das angestrebte Wachstumspotenzial der Luxstream fortan schneller realisieren zu können. Er und seine Luxstream GmbH wiederum bringen ENTEGA in die kom­for­­table Situation, dass sie für ihre Kunden künftig intelligente Beleuchtungskonzepte von A bis Z anbieten kann, von den ersten Anfängen und der ersten Beratung über die detaillierte Planung und die eigentliche Produktion bis hin zur Inbetriebnahme und zum Monitoring – für jeden Projektschritt bietet das fusionierte Know-how von Luxstream und ENTEGA die Basis. 

Ein neuer Fonds für neue Ideen

Denn der Markt für smarte Beleuchtungskonzepte ist noch nahezu unerschöpflich. Ob auf der Straße, in Fabriken, Flughäfen, Bahnhöfen oder Parkhäusern: Überall dort können LED-Konzepte helfen, die Beleuchtung besser, intelligenter und angenehmer zu machen und vor allem um Energie zu sparen. Wie beispielsweise in der ETA-Fabrik auf dem Campus der TU Darmstadt, für die Luxstream das Beleuchtungskonzept entwickelt hat und wo im März die Verträge zwischen ENTEGA und Luxstream unterzeichnet wurden. Bei ­dieser Fabrik der Zukunft, die in einem interdisziplinären Ansatz verschiedene Gewerke unter einem Dach vereint, die zusammen als eine Einheit geplant wurden, konnte der Energieverbrauch nur aufgrund der integrierten Planung um weitere 40 Prozent gesenkt werden. 

Die Hochschulen spielen als Forschungsstätten für die Industrie der Zukunft insgesamt eine wesentliche Rolle. ENTEGA hat daher den traditionellen Kontakt zur Wissenschaft intensiviert und unter anderem gemeinsam mit der TU Darmstadt ein Förderprogramm ins Leben gerufen: Der von beiden Seiten mit je 300.000 Euro dotierte Pioneer Fund unterstützt wissenschaftliche und energienahe Projekte und will als Bindeglied zwischen Forschung und Markt-reife fungieren. Diese Projekte können auch durch ENTEGA angestoßen ­werden. So hat das Unternehmen beispielsweise im vergangenen Jahr alle Abteilungen nach den aktuellen Herausforderungen in ihren Bereichen befragt und kann daraus nun Projektaufgaben formulieren und an den Pioneer Fund spielen, wo nach Lösungen für die betrieblichen Problemstellungen gesucht wird. Das deckt aber nicht das ganze Spektrum des Pioneer Funds ab, denn es sollen Projekte aus dem gesamten Portfolio der TU Darmstadt gefördert werden. Darüber hinaus werden die Fondsgelder auch dazu genutzt, um bereits zart gereifte Geschäftsideen bei der eigentlichen Gründung des Unternehmens zu unterstützen. 

Und wer weiß, vielleicht wird aus einer dieser vom Pioneer Fund geförderten Geschäftsideen ebenfalls mal ein neuer Partner der ENTEGA, weil er vielleicht eine Möglichkeit gefunden hat, wie man Daten so komprimieren kann, dass die doppelte Menge über ein bestehendes Glasfasernetz übermittelt werden kann. Damit wäre er dann ein Partner für die Medianet, seit 1996 der Telekommunikationsanbieter im Stadtkonzern. Denn künftig wird ENTEGA ihren Kunden nicht nur Wärme und Licht, sondern auch den Inter­netzugang ins Haus liefern. Bei jeder Baumaßnahme, bei jeder Er­schließung von neuen Baugebieten wird ab sofort auch gleich das wichtige Glasfaserkabel auf der letzten Meile verlegt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 30 Millionen Euro, die Medianet rechnet mit 10.000 neuen Kunden, denen ENTEGA dann alles aus einer Hand anbieten kann: Strom, Gas und genügend Bandbreite.

Internet der Dinge

Denn die Kunden verlangen nach einem immer größeren, schnelleren Zugang in die virtuelle Welt. Der IT-Konzern Cisco schätzt, dass das Datenvolumen pro Nutzer in den nächsten zehn Jahren um 30 Prozent pro Jahr zunehmen wird. „Und diese Kapazität können wir unseren bestehenden und neuen Kunden bieten“, sagt Thomas Schmidt, Geschäftsführer der Medianet, „und so den digitalen Wandel der Region mitgestalten.“ 

Der Bedarf an Bandbreite steigt, weil immer mehr Geräte digital steuerbar sind und noch weitere dazu kommen werden. Und weil immer mehr dieser Geräte im „Internet der Dinge“ künftig miteinander vernetzt sein werden – schon heute ist der Fernseher, der mit dem Internet verbunden ist, zum Standard geworden. Und künftig werden vielleicht der Kühlschrank mit dem Lebensmittellieferanten und die Heizung, Beleuchtung und Alarmanlage mit dem Smartphone und die Haustechnik mit dem Navigationssystem des selbst­fahrenden Elektrowagens verlinkt sein.
Wenn sich dieser dann am Abend dem Haus auf 20 Meter nähert, sendet das Navigationssystem ein Signal, sodass das Garagentor oben ist, kurz bevor die Motorhaube lautlos über die Schwelle rollt. In dem Moment geht die Deckenbeleuchtung an, aber nur ganz schwach, da es im Juli abends lange hell ist und noch genug Tageslicht einfällt. Sobald sich das Tor wieder schließt, er­löschen die kleinen LED-Leuchten. Drinnen hat der Kühlschrank schon die Einkaufsliste fertig und zeitgerecht beim Onlinehändler bestellt, die Klima­automatik hat das Haus auf angenehme 20 Grad abgeregelt, während die Energie der Kollektoren auf dem Dach ins Stromnetz und damit auch in die Speicher der Straßenlaternen vor dem Haus gespeist werden, wo ­Besucher ­gegen Gebühr parken dürfen und, während sie ihren Hund in den nahe ­gelegenen Park ausführen, ihre Elektroautos betanken können. 

„PROMT“ per Tablet am richtigen Ort

 

Wenn Monteure der e-netz Südhessen in der Region unterwegs sind, dann setzen sie neuerdings auf „PROMT“. Die neue Software-Anwendung für Arbeitsabläufe unterstützt sie seit 2016 bei ihren Arbeiten vor Ort, dem Auftragsmanagement oder der Dokumentation ihrer Arbeiten – einfach, schnell und damit sehr anwenderfreundlich. 

Das Beste ist: Statt Fotoapparat, schwerem Laptop, Kabeln und diver­sen Programmen reicht für den Betrieb der Anwendung nun ein herkömmliches Tablet vollkommen aus. Auf dem Display sehen die Monteure zum Beispiel auf einen Blick, wann welche Anlage gewartet oder geprüft werden muss – und per GPS sortiert das System die Aufträge sogar nach der jeweiligen Entfernung, sodass die Monteure ihre Route nun noch einfacher planen können. Zudem lassen sich erledigte Arbeitsschritte ganz einfach dokumentieren. PROMT ist eine Eigenentwicklung der e-netz Südhessen, die auf dem konzernweit genutzten Workflow-System Camunda beruht. Die App für die Mobilgeräte lieferte COUNT+CARE.

Der studierte Wirtschaftsingenieur Daniel San Jocic tauschte im Alter von 33 Jahren die sichere Karriere bei einem deutschen Autobauer gegen das Wagnis, selbstständiger Unternehmer zu werden.

WLAN to go

Seit September 2016 können Besucher in der Darmstädter Innenstadt kostenlos im Internet surfen. Möglich gemacht hat das eine Kooperation zwischen der ENTEGA Medianet, HEAG ­mobilo, Darmstadt Marketing und der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 

„Wir wollen den digitalen Wandel mitgestalten.“

Thomas Schmidt, Geschäftsführer
der ENTEGA Medianet

Neues Portal
für KMU

 

ENTEGA hat ein neues Energie­­manage­mentportal für KMU- Kunden entwickelt. Ein Feldversuch ist bereits gestartet und das Projekt soll noch in diesem Jahr in den Regelbetrieb gehen. Das neue Portal gibt Aufschluss über den Stromlastverlauf und aktuelle Ver­braucherpreise.

„Bis 2027 wird das Daten­volumen pro Nutzer jedes Jahr um fast ein Drittel zunehmen.“

Thomas Schmidt, Geschäftsführer
der ENTEGA Medianet

Neue Unternehmenskultur

Die Digitalisierung verändert nicht nur das Kundenverhalten und die Prozesse, sondern auch die Kultur eines Unternehmens. Um in der schnelllebigen, digitalen Welt bestehen zu können, sind agiles Handeln und ein positives Innovations­klima gefragt. Ziel ist es daher, über eine neue Führungs-kultur innerhalb des gesamten Unternehmens eine Gründermentalität aufzubauen und die Mitarbeitenden mit neuen Arbeitsweisen dazu zu befähigen, in einer Start-up-Manier zu denken und zu handeln. 

Um dies zu erreichen, hat ENTEGA bereits im Herbst 2015 da­mit begonnen, die Führungskräfte auf eine einheitliche und moderne Führungskultur zu schulen. Daraus hervorgegangen sind gemeinsame Führungsleitlinien und ein Verhaltenskodex. Darüber hinaus wurde im Oktober 2016 ein neues Nachwuchs- und Talentprogramm ins Leben gerufen, um das Potenzial von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern systematisch zu fördern und eine solide Qualifizierungs­basis für eine künf­tige Führungs- oder Expertenlaufbahn zu schaffen. Auch gewinnt der Aufbau einer konzernweiten Daten­kompetenz ebenso an Bedeutung wie die Stärkung agiler Projektmanage­mentmethoden. Darüber hinaus liefert die im Spätsommer 2016 durchgeführte konzernweite Mitarbeiterbefragung als Null-Messung erste Erkenntnisse, um weiteres Verbesserungspotenzial zu erkennen und umzusetzen. 

Helix

ENTEGA Energie verwaltet die Daten für Geschäfts­kunden und Key Accounts mit der neuen Kundenbetreuungssoftware Helix. Erarbeitet wurde sie von ­einem agilen Projektteam aus der ENTEGA Energie und der ENTEGA Tochter­gesellschaft COUNT+CARE 

Simply Green

Seit November 2016 bietet Pro7Sat.1 Media bundesweit neue klimafreundliche Strom- und Gasprodukte unter „Simply Green“ an. ENTEGA ist exklusiver Energiepartner des Medienunternehmens.

„Die ­Offenheit und die kon­struk­tive Heran­gehensweise von ENTEGA hat uns am meisten beeindruckt und lässt uns spüren, dass da jemand ist, der uns als Firma auch wirklich weiter ent­wickeln möchte.“

Daniel San Jocic, geschäftsführender
Gesellschafter der Luxstream GmbH

Datenkompetenz

Als Energieversorger verfügt ENTEGA schon heute über zahlreiche Kundendaten. Mit der vom Gesetzgeber beschlossenen Einführung der Smart Meter wird die Datenmenge künftig noch zunehmen. Um diese Fülle an Informationen sinnvoll zu analysieren und zu nutzen, baut ENTEGA ein Data Competence Center auf. ­Dieses soll die gewonnenen ­Daten für das eigene Geschäft nutzbar machen – zum Beispiel für individualisiertes Marketing, für die Entwicklung speziell auf das Nutzerverhalten abgestimmter Angebote, eine noch zielgenauere Onlineberatung und den Ausbau der Cross-Selling Produkte.