DAS
GESCHÄFTSJAHR
Corporate-Governance-Bericht. Auszug aus dem
Konzernlagebericht und dem Konzernabschluss.
AUSZUG
KONZERNLAGEBERICHT

Rahmenbedingungen

Am 1. Januar 2019 ist das sogenannte Energiesammelgesetz (EnSaG) in Kraft getreten. Es handelt sich hierbei um ein Artikelgesetz, das insgesamt 20 energierechtliche Gesetze und Verordnungen in gebündelter Form ändert. Das Gesetz soll den Ausbau der erneuerbaren Energien sichern sowie Wettbewerb und Innovation fördern. Darüber hinaus ist das Ziel der neuen Gesetzgebung verbesserte Planungs- und Rechtssicherheit und eine Steigerung der Akzeptanz.

Mit der Übergabe des Abschlussberichts der 2018 eingesetzten Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (KWSB) an die Bundesregierung am 31. Januar 2019 hat die Kommission ihre Arbeit beendet. Sie empfahl das Ende der Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens 2038 und zeigte gleichzeitig auf, wie der wirtschaftliche Strukturwandel in den betroffenen Regionen gelingen kann. Die Bundesregierung hat am 29. Januar 2020 hierzu das sogenannte „Kohleausstiegsgesetz“ beschlossen und plant, das Gesetzgebungsverfahren im ersten Halbjahr 2020 abzuschließen.

Des Weiteren wurde durch die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um zu gewährleisten, dass der 2016 festgelegte Klimaschutzplan 2050 umgesetzt und die Klimaschutzziele 2030 erreicht werden („Klimapaket“). Herzstück des Maßnahmenpakets ist die neue CO2-Bepreisung für Verkehr und Wärme ab 2021.

Im Jahr 2019 betrug die Brutto-Stromerzeugung 607 T Wh, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 29 TWh entspricht. Der Brutto-Inlandsstromverbrauch ist mit 569 TWh (2018: 589 TWh) deutlich gesunken. Der Rückgang des Stromverbrauchs ist das Ergebnis eines nur moderaten Wirtschaftswachstums, und darüber hinaus führte der reduzierte Einsatz von konventionellen Kraftwerken zu einem Wegfall von Kraftwerkseigenverbrauch.

Der Strompreis ist im Jahr 2019 weiter gestiegen. Am Spotmarkt lag der Durchschnittspreis bei 37,67 Euro/MWh. Wegen der Unsicherheiten aus dem Brexit sowie der fallenden Preise für Energiecommodities durch die Eintrübung der Weltwirtschaft infolge der Handelsstreitigkeiten der USA fielen die Preise am Terminmarkt im Laufe des Jahres hingegen deutlich. Die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise sind 2019 gegenüber dem Vorjahr von 29,47 ct/kWh auf 30,46 ct/kWh leicht angestiegen.

Für das abgelaufene Jahr wird der Erdgasverbrauch in Deutschland auf etwa 985 TWh geschätzt, was gegenüber 2018 einem witterungsbedingten Anstieg um 3,6 % entspricht. Die Einfuhrpreise für Erdgas fielen im Jahresdurchschnitt mit 1,6 ct/kWh niedriger aus als im Vorjahr mit 1,92 ct/kWh.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2019 war weiterhin von volatilen Erzeugerpreisen im Strom geprägt. Dazu musste der Konzern im Energievertrieb mit einer ungebrochen hohen Wettbewerbsintensität umgehen und sich im Geschäftsfeld Netze der engmaschigen Kostenkontrolle durch die Bundesnetzagentur unterziehen. Diesen Herausforderungen stellte sich der ENTEGA- Konzern in dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich, was sich auch an der Entwicklung der zentralen Leistungsindikatoren zeigt. Hierbei handelt es sich um die finanziellen Kennzahlen EBIT (Jahresüberschuss vor Steuern sowie Zinserträgen und -aufwendungen) und Jahresüberschuss sowie um die durchschnittliche Unterbrechungsdauer im Stromnetz der e-netz Südhessen als nichtfinanzieller Leistungsindikator.

Das EBIT des Konzerns lag mit 81,1 Mio. Euro zwar um 32,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, doch dies beruht in erster Linie auf dem positiven Sondereffekt aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste für langfristige Strombezugsverträge im Vorjahr. Seitdem der Konzern mit Anlaufen der Vorwärtsstrategie im Jahr 2013 neu aufgestellt wurde, konnten nur in den Jahren 2014 und 2018 höhere Werte für diese Kennzahl erreicht werden, in beiden Jahren allerdings aufgrund einmaliger Sondereffekte. Auch der Planwert von 79,2 Mio. Euro wurde überschritten.

Dies gilt auch für den Jahresüberschuss, der mit 28,6 Mio. Euro ebenfalls eine Bestmarke erreichte, die in dem genannten Zeitraum nur 2018 höher ausfiel.

Ermöglicht wurde dieser Erfolg auch durch das Anlaufen der Maßnahmen aus dem im Vorjahr definierten Wachstumsprojekt TOP FIT 2023.

So wurde im Geschäftsfeld Vertrieb durch eine Reorganisation die Ausrichtung am Kunden noch stärker etabliert. Hierzu wurde der Vertrieb von Energie und Telekommunikation in der ENTEGA Plus GmbH gebündelt. Das Ziel der stärkeren Trennung von Commodity- und Lösungsgeschäft innerhalb des Unternehmens, um so dem Anspruch an Effizienz (Commodity) sowie Effektivität (Lösungen) gerecht zu werden, wurde durch eine organisatorische Neuaufstellung der ENTEGA Plus GmbH zum 1. Februar 2019 erreicht. Der Kundenbestand bei den Privat- und Gewerbekunden in den Sparten Ökostrom und Ökogas konnte gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden. In der Sparte Telekommunikation spiegelt sich insbesondere die erfreuliche Entwicklung des Bundleproduktes „ENTEGA Zuhause Flat" in den Kundenzahlen wider.

Im Geschäftsfeld Erzeugung baute der ENTEGA-Konzern seine Erzeugungskapazitäten weiter aus und begann mit vorbereitenden Maßnahmen für den nächsten Windpark Hausfirste II. So befanden sich zum Bilanzstichtag insgesamt Erzeugungskapazitäten von etwa 297 MW in Bau oder Betrieb unter ENTEGA-Eigentum bzw. -Management.

Die Geschäftsfelder Netze und öffentlich-rechtliche Betriebsführung verknüpften auch in diesem Jahr auf Basis regulatorischer Vorgaben eine hohe Qualität mit Kosteneffizienz. So lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer im Stromnetz der e-netz Südhessen AG für das zuletzt veröffentlichte Jahr 2018 nur bei weniger als der Hälfte des bundesweiten Durchschnitts. Im Geschäftsfeld Netze wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 die e-netz Südhessen GmbH & Co. KG auf die ENTEGA Netz AG verschmolzen und diese mit Wirkung ab dem 15. August 2019 in e-netz Südhessen AG umfirmiert. Mit dieser Maßnahme ist eine „große“ Netzgesellschaft entstanden, in der die Fachkompetenz für Energienetze, für energietechnische Anlagen und Infrastruktur mit dem Eigentum an den Verteilnetzen für Strom und Erdgas in einem Unternehmen regulatorisch optimal gebündelt ist.

Analyse der Lage des Konzerns

Beim Stromabsatz lag 2019 die an Endkunden gelieferte Menge mit einem Volumen von 6,2 Mrd. kWh um 3,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Gasabsatz an Endkunden belief sich auf 4,9 Mrd. kWh und erreichte damit ein höheres Niveau als im Vorjahr (+6,0 %). Im Großhandelsbereich wurden annähernd gleich große Strommengen wie im Vorjahr gehandelt, hier ist ein Anstieg um 1,1 % auf 5,7 Mrd. kWh zu verzeichnen. Im Gashandel war die Menge mit 0,41 Mrd. kWh um 4,17 % gestiegen.

Der ENTEGA-Konzern generierte im Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) von 1.885,4 Mio. Euro (+7,4 %). Die Umsatzerlöse nahmen im Vorjahresvergleich um 104,4 Mio. Euro bzw. 6,0 % zu. Dieser Anstieg ist sowohl preis- als auch im Gasvertrieb mengenbedingt. Entsprechend entfällt mit einem Plus von 66,7 Mio. Euro (+5,9 %) ein Großteil der Umsatzsteigerung auf das Geschäftsfeld Vertrieb, gefolgt von dem Geschäftsfeld Handel, das eine Umsatzsteigerung von 26,4 Mio. Euro bzw. 11,1 % verbuchte. Das Geschäftsfeld Erzeugung trug mit einem Wachstum von 5,5 Mio. Euro bzw. 8,9 % ebenfalls spürbar zur Entwicklung der Umsatzerlöse bei.

Annähernd proportional zur Gesamtleistung stieg der Materialaufwand um 91,1 Mio. Euro bzw. 6,5 % auf 1.487,2 Mio. Euro. Der Rohertrag stieg im Jahresvergleich somit um 39,5 Mio. Euro auf 398,1 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 44,3 Mio. Euro (Vorjahr 110,9 Mio. Euro) sind in beiden Jahren stark von Erträgen aus Rückstellungauflösungen geprägt. Diese fielen im Geschäftsjahr 2018 mit 96,2 Mio. Euro deutlich höher aus als im Berichtsjahr mit 38,4 Mio. Euro. Hier war im Vorjahr ein Sondereffekt aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen im Stromportfolio enthalten. Im ENTEGA-Konzern belaufen sich die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2019 auf insgesamt 180,0 Mio. Euro, was einen Anstieg zum Vorjahr von 1,4 Mio. Euro bzw. 0,8 % darstellt. Während sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl inklusive Auszubildender von 1.962 auf 2.030 stärker erhöhte als der Aufwand, fiel gegenläufig der Einmaleffekt aus dem Vorjahr weg, der aus der erstmaligen Anwendung der neuen Richttafeln 2018G entstanden war.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 2019 mit 105,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (-11,4 %). Dieser Rückgang um 13,7 Mio. Euro beruht im Wesentlichen auf einmaligen Aufwendungen für Risikovorsorge (9,5 Mio. Euro) und der Aufholung der Unterdeckung von Pensionsrückstellungen (1,5 Mio. Euro) im Vorjahr. Zudem wurde ein höherer Aufwand aus der Wertberichtigung von Forderungen überkompensiert durch geringere Aufwendungen für Werbung, Beratung und Spenden (-2,7 Mio. Euro).

Das Beteiligungsergebnis als Summe der Erträge aus Beteiligungen und Ausleihungen sowie der Aufwendungen aus der Abwertung derselben ist mit einem Saldo von -27,2 Mio. Euro deutlich gesunken im Vergleich zum Vorjahreswert von -12,4 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen, dass in beiden Geschäftsjahren Abwertungen auf Beteiligungen im Bereich der regenerativen Erzeugung vorgenommen wurden, die allerdings im Jahr 2019 um 15,8 Mio. Euro höher ausfielen. Die Abwertung bezieht sich hierbei vor allem auf Anteile an der Global Tech I Offshore Wind GmbH, für die sich die vorsichtige Prognose der langfristigen Strompreisentwicklung und damit auch der Ertragslage der Gesellschaft verschlechtert hat.

Letztlich überwiegen im Vergleich zum Vorjahr der Wegfall der Sondereffekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen und die höheren Abschreibungen auf Finanzanlagen den höheren Rohertrag und die gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sodass der ENTEGA-Konzern das Geschäftsjahr 2019 mit einem EBIT v on 8 1,1 Mio. E uro ( Vorjahr: 1 13,9 Mio. Euro) abschließt. Der Planwert dieses finanziellen Leistungsindikators wird somit um 1,9 Mio. Euro überschritten.

Ausblick

Nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie sind für das Jahr 2020 erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Die Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung des ENTEGA-Konzerns für 2020 steht unter dem Vorbehalt möglicher negativer Auswirkungen der Pandemie auf ihr konjunkturelles Umfeld und die Marktentwicklung. Dem Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Covid-19-Krankheit ist der ENTEGA-Konzern vor allem in der Versorgung konjunkturabhängiger Gewerbekunden mit Energie ausgesetzt. Eine allgemeine Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen kann zudem einen negativen Einfluss auf die Umsätze des ENTEGA-Konzerns im Anlagenbau haben. Der Konzern kann diesem Risiko durch organisatorische Maßnahmen und Nutzung öffentlicher Förderung entgegenwirken. Eine Quantifizierung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts nicht möglich, als bestandsgefährdend wird das Risiko in jedem Fall nicht eingestuft.

Auch wenn es in der öffentlichen Debatte aktuell in den Hintergrund gerutscht ist, werden die 2020er-Jahre für den Klimaschutz maßgebend sein. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch soll bis 2030 von heute 38 % auf 65 % steigen. Erneuerbare Energien werden aber auch benötigt, um den künftigen Bedarf im Wärmemarkt und für die Elektromobilität zu decken. Das erfordert den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Unabhängig von dem beschlossenen und aus Sicht des Klimaschutzes auch notwendigen Kohleausstieg wird sich die Energiewende auch über den notwendigen Ausbau der Stromnetze und weitere Infrastrukturmaßnahmen in den Energiekosten widerspiegeln. Die dadurch entstehenden Kosten werden sich voraussichtlich in den Stromkosten der Verbraucher wiederfinden.

Entsprechend geht der BDEW von einer Steigerung des durchschnittlichen Strompreises im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 aus. Die Entwicklung des Gaspreises könnte im Jahr 2020 der Entwicklung des Strompreises entgegenlaufen. Ausgehend von einem bereits relativ niedrigen Preisniveau am Großhandelsmarkt ist eine Trendumkehr, also mittel- und langfristig anziehende Gaspreise, nicht in Sicht.

Der ENTEGA-Konzern sieht sich vor dem Hintergrund der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin vor großen strategischen Herausforderungen und Aufgaben, deren Bewältigung bzw. konsequente Umsetzung zu einer Steigerung der Ertragskraft des Konzerns führen werden. Hierzu wird insbesondere das Wachstumsprojekt TOP FIT 2023 maßgeblich beitragen.

Im Geschäftsfeld Erzeugung wird im Jahr 2020 die dezentrale Energieerzeugung insbesondere über die Kopplung des Strom- und Wärmesektors weiter ausgebaut. Das regenerative Geschäft soll weiter durch die Entwicklung vielversprechender Wind-Onshore- und Photovoltaik-Standorte erweitert werden. Hierfür wird die Sicherung weiterer regionaler und nationaler Standorte zu Planung, Bau und Betrieb von Windparks, auch in Zusammenarbeit mit strategischen überregionalen Partnerschaften, weiterverfolgt. Der zukünftige Windpark Hausfirste II kann bei einer Gesamtleistung von bis zu 21 MW Strom für rechnerisch rund 19.000 Haushalte produzieren und soll im Jahr 2020 in Betrieb gehen. Ab 1. April 2020 wird zudem der Bestandswindpark Schlüchtern in die eigene Betriebsführung überführt.

Das Geschäftsjahr 2020 wird im Geschäftsfeld Vertrieb maßgeblich von den Reorganisationsmaßnahmen des ENTEGAWachstumsprogramms TOP FIT 2023 geprägt sein. Die wesentliche Herausforderung nach der Reorganisation besteht weiterhin darin, den EBIT-Beitrag im Commodity-Geschäft weiter zu stabilisieren und den EBIT-Beitrag im Lösungsgeschäft im Sinne des Wachstumsprogramms sukzessive zu steigern. Begleitet wird das Wachstumsprogramm durch Optimierungsmaßnahmen der Digitalisierung. Als Prämisse innerhalb des ENTEGA-Konzerns gilt, dass durch die Digitalisierung kein Mitarbeiterabbau erfolgen soll. Vielmehr gilt als These, dass Wachstum neue Arbeitsplätze schafft und für diese Mitarbeiter-/innen qualifiziert werden können.

Im Bereich Telekommunikation wird im Geschäft mit Carrier- Kunden die Digitalisierung der Wirtschaft auch weiterhin für steigende Bandbreitenbedarfe sorgen. Um für diese Herausforderung gerüstet zu sein, investiert der ENTEGA-Konzern auch im Geschäftsjahr 2020 in die Kapazitätserweiterung des Backbone-Netzes. Zudem wird der flächendeckende Ausbau von Gewerbegebieten fortgesetzt und der Landkreis Darmstadt- Dieburg im Rahmen einer Kooperation mit Glasfaser erschlossen.

Im Geschäftsfeld Netze wird sich der ENTEGA-Konzern grundsätzlich weiter am vorgezeichneten Effizienzpfad der Regulierung für die Strom- und Gasverteilung ausrichten. Das Wachstumsprojekt TOP FIT 2023 soll auch hier in den kommenden Jahren Potenziale erschließen, um zur weiteren positiven Entwicklung des Konzerns beizutragen. Ebenso wird der Konzern sein Produktportfolio im Rahmen der Baulanderschließung weiter ausbauen und im Bereich der sogenannten Stopple-Technik Dienstleistungen für andere Gasversorger anbieten.

Die Konzernplanung geht für das Geschäftsjahr 2020 von einem Investitionsniveau aus, das mit 125,9 Mio. Euro um 13,6 % über dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Die Schwerpunkte der Investitionen werden unverändert die Investitionen im Bereich der Versorgungsnetze sein. Zudem erfolgen der Bau des neuen Windparks Hausfirste II und die Installation intelligenter Messsysteme. Die Konzernumsatzerlöse werden sich im Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich auf 1,9 Mrd. Euro belaufen. Die Auswirkungen der Covid-19- Pandemie sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt. Unter dieser Prämisse wird das EBIT im Jahr 2020 mit 82,1 Mio. Euro um 1,2 % höher ausfallen als im Jahr 2019. Der Jahresüberschuss steigt annahmegemäß auf 29,3 Mio. Euro.