ENTEGA
NAH DRAN

Immer in der Nähe – ENTEGA
bietet Kommunen Beteiligung an

STÄDTE UND GEMEINDEN KÖNNEN JETZT EINE BETEILIGUNG AN IHREM NETZBETREIBER ERWERBEN. UND DAMIT AKTIV MITBESTIMMEN, WIE DIE ENERGIEWENDE VOR ORT AUSSIEHT.

„Einen wichtigen Beitrag zu noch mehr Nähe zwischen ENTEGA und den Kommunen in ihrem Netzgebiet leisten wir mit der 2020 auf den Weg gebrachten Initiative KommPakt – ein neues Beteiligungsmodell, das den Kommunen in Sachen regionaler Infrastruktur eine noch engere Partnerschaft ermöglicht. Herzstück ist eine eigens gegründete Beteiligungsgesellschaft, über die sich Kommunen an der e-netz Südhessen AG als Netzeigentümer und -betreiber sowie als Infrastrukturdienstleister des ENTEGA-Konzerns beteiligen können. Die Vorteile liegen auf der Hand. Zum einen können die Kommunen mitreden und mitentscheiden, wenn es um die Geschäftstätigkeit und die Investitionen der e-netz Südhessen AG geht. Und das heißt: Sie haben Einfluss auf über 11.000 Kilometer Stromnetz, 3.600 Kilometer Gasnetz und auf neue Verbindungen, die gebaut werden. Insbesondere bei der Verknüpfung verschiedener Themen wie Strom, Wasser, Infrastruktur und Wohnraum können die Bürgerinnen und Bürger vom Verbund profitieren, zum Beispiel wenn es um Neubaugebiete oder Infrastrukturprojekte geht. Schließlich werden die Anforderungen an das Netz in Zukunft immer weiter steigen: durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, durch E-Mobilität oder eine moderne Wärmeversorgung.

Zum anderen lohnt sich die Beteiligung auch finanziell. Denn: Sie sorgt für eine attraktive Rendite. Möglich wird das zum einen durch eine mindestens bis zum 31. Dezember 2028 feststehende Ausgleichszahlung, die aus dem Betrieb der e-netz Südhessen AG resultiert und die jährlich von der ENTEGA an die ENTEGA Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH gezahlt wird.

So können ENTEGA und die Kommunen gemeinsam die Energiewende in der Region vorantreiben und zugleich die Wertschöpfung für und in der Region weiter ausbauen.“

Digitale Realitäten

„So wichtig es ist, die Risiken digitaler Technologien für unser Zusammenleben im Auge zu haben, so wichtig ist es zugleich, die neuen Chancen entschlossen zu nutzen. ENTEGA tut das jeden Tag. In der Pandemie haben wir unseren gesamten Betrieb, wo immer das möglich war, innerhalb kürzester Zeit auf Homeoffice umgestellt. Vor Corona arbeiteten im Schnitt jeden Tag rund 100 Beschäftigte von zu Hause aus. Zwischenzeitlich waren und sind es über 1.700. Betreut werden sie von den IT-Fachkräften unseres Tochterunternehmens COUNT+CARE. Sie haben in Spitzenzeiten bis zu 630 Hotline-Anrufe pro Tag bewältigt, um das Unternehmen in der Krise am Laufen zu halten.

Gleichzeitig haben wir das Thema Digitalisierung für unsere Kundinnen und Kunden vorangetrieben. Das wichtigste Stichwort dazu lautet: Schnelles Internet für die gesamte Region. Dazu investieren wir gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser und anderen Kooperationspartnern in den Ausbau des Glasfasernetzes. In 23 Kommunen adressieren wir ein Potenzial von über 120.000 neuen Anschlüssen. So verschwinden immer mehr „weiße Flecken“ von der Landkarte unserer Region, wie z.B. im Landkreis Darmstadt-Dieburg, wo wir als Nächstes den Bau und Betrieb eines Gigabit-Netzes mit über 860 km neuer Glasfaser und rund 6.100 Hausanschlüssen angehen. Die Folge: schnelle Internetverbindungen nicht nur für private Haushalte, sondern auch für die zunehmend digitale Wirtschaft in der Region, von deren Wachstum am Ende alle profitieren.

Aber nicht nur die große Glasfaseroffensive, auch viele kleinere Schritte zusammen ebnen den Weg in eine sinnvolle Digitalisierung: der weitere Ausbau des 450 Megahertz-Funknetzes etwa für eine verlässliche Notfallkommunikation und mit vielversprechenden Perspektiven für die Steuerung intelligenter Netze; oder die Installation von über 170.000 modernen Messeinrichtungen und 25.000 neuen Smart-Metern in Wohnungen und Betrieben während der nächsten Jahre. Auch sie bilden ein unverzichtbares Rückgrat für die Energiewende, die nur gelingen kann, wenn realistische Messwerte in großem Umfang als anonymisierte Datensätze bereitstehen. Und auch die Funktechnologie LoRaWAN bauen wir weiter aus. In Oberzent etwa, der drittgrößten Stadt Hessens, haben wir Sensoren für Wasserqualität, Füllstand und Durchflussmessung in Wasserhochbehältern verbaut, die über das LoRaWAN-Funknetz Daten an den Wassermeister senden. In Michelstadt sind Füllstandsensoren in Öltanks installiert, und sogar im Rathaus von Münster werden Strom- und Gaszähler über Sensoren abgelesen und die Daten über LoRaWAN direkt an den Klimaschutzbeauftragten übertragen. Diese und viele andere Beispiele von der digitalen Straßenzustandsüberwachung bis zur Steuerung von energiesparenden LED-Lichtanlagen zeigen: Richtig eingesetzt, bringt uns die Digitalisierung auch im Kampf gegen den Klimawandel und für eine umweltfreundliche sowie bezahlbare Energieversorgung voran.“

Mit einem blauen Auge davongekommen

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf das Ergebnis der ENTEGA AG sind überschaubar geblieben.

„Auch für ENTEGA war das Pandemiejahr 2020 eine große Herausforderung. Besonders zu Beginn herrschte Verunsicherung – sowohl intern als auch bei unseren Kunden. Dennoch sind wir unter dem Strich mit einem blauen Auge davongekommen. Im Vertrieb gab es Rückgänge bei der Nutzung von Ökostrom, klimaneutralem Gas und Wärme insbesondere bei gewerblichen Kunden, die während der Lockdownphasen ihren Betrieb heruntergefahren haben. Insgesamt aber hat unser robustes Geschäftsmodell seine Stärken bewiesen, sodass wir trotz allem zum vierten Mal in Folge ein Konzernergebnis oberhalb der Marke von 25 Millionen Euro erwirtschaften konnten. Zudem haben wir die geplanten Ziele hinsichtlich der Verschuldung und der Eigenkapitalquote erreicht. Trotzdem wird die Pandemie ihre Spuren im Unternehmen hinterlassen. Zwar sind in diesem Zusammenhang keine besonderen Sparmaßnahmen geplant. Da wir aber in der Pandemie sehr viel dafür getan haben, unsere Mitarbeitenden im Homoffice zu unterstützen und zu schützen, werden wir in den kommenden Jahren vermutlich einige Abstriche im konzernweiten Projekt TOP FIT 2023 machen müssen.

Auch insgesamt war die Energiebranche in Deutschland von den Auswirkungen der Pandemie nur vergleichsweise moderat betroffen. Der Stromverbrauch etwa ist über das gesamte Jahr 2020 hinweg gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent gesunken, der Erdgasverbrauch um 3,4 Prozent. Deutlicher fiel der Rückgang beim Primärenergieverbrauch aus: Er sank gegenüber 2019 um 8,7 Prozent. Nur die erneuerbaren Energieträger konnten zulegen: um mehr als 3 Prozent. Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch bewegte sich weiter in Richtung der 50-Prozent-Marke und kletterte auf erfreuliche 46,3 Prozent zum Jahresende – ein Trend, für den ENTEGA als zweitgrößter Ökostromanbieter Deutschlands ideal aufgestellt ist.“