EINE FRAGE DER HALTUNG

Wer etwas in Bewegung bringen will, der muss wissen, wo er steht und wo er herkommt. Schnell laufen und auch mal die Richtung ändern, das kann schließlich nur der, der zunächst fest auf beiden Beinen steht und über starke Muskeln verfügt. Auch ENTEGA hat die Quellen und die Grundlagen für mehr Agilität daher stets im Blick – Gesundheit zum Beispiel, Weiterbildung für alle und ein gutes Arbeitsklima. Denn so gelingt Veränderung am besten: indem alle mitkommen und an alle gedacht wird.

Gesund, motiviert und mit Freude
dabei – ENTEGA setzt sich für gute
Arbeitsbedingungen ein.

„Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, Gesundheits- und Altersvorsorge, individuelle Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote sind im ENTEGA-Konzern selbstverständlich.“

Dr. Marie-Luise Wolff, Vorsitzende des Vorstandes

Unterschiede als Bereicherung und Chance

Mal wieder tief durchatmen, mehr Sport treiben oder sich in der Freizeit für andere ehrenamtlich engagieren – in der heutigen, schnelllebigen Zeit ist das alles längst nicht selbstverständlich. Häufig fehlt die Zeit und bisweilen auch mal die Motivation, um am Abend noch die Laufschuhe zu schnüren oder sich aufs Fahrrad zu schwingen. Und doch sind solche Phasen der Entspannung und des „Auftankens“ für alle Beteiligten extrem wichtig – gerade in Zeiten von Veränderungen, die viel Kraft und Flexibilität erfordern. Schließlich lassen sich neue Ideen überhaupt nur dann erfolgreich entwickeln und umsetzen, wenn genügend Energie, Kreativität und Motivation vorhanden sind. Energie und Freude an der Arbeit hat aber nur, wer zwischendurch auch Energie tanken kann.

Dies zu ermöglichen, daran arbeitet ENTEGA. Dabei hat das Unternehmen vor allem eines im Blick: die wichtigste Grundlage für den Erfolg, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei ENTEGA sind das erfahrene Profis und junge Talente, Teamleiter und Techniker, Frauen und Männer, insgesamt rund 2.000 Menschen aus 30 Ländern und mehreren Generationen, Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit und Nationalität, Bildung oder Berufs- und Lebenserfahrung. ENTEGA sieht diese Vielfalt – wir sprechen auch von Diversity – als Stärke an und setzt sich dafür ein, dass im Unternehmen ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz herrscht, in dem die individuellen Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung und Chance für alle betrachtet werden. Ohne das engagierte und vielfältige Team und ohne die Kultur der Wertschätzung und des Respekts wäre der Erfolg des Unternehmens jedenfalls nicht denkbar.

ENTEGA kümmert sich daher um seine Beschäftigten, und zwar mit einer ganzen Reihe von Angeboten und Programmen: angefangen bei den Gesundheits- und Weiterbildungsangeboten, der Nachwuchsförderung und der Förderung von Frauen in Führungspositionen bis hin zu einem attraktiven Gehalt sowie einer erfolgsorientierten Sonderprämienzahlung für alle tarifgebundenen Mitarbeiter.

Die Basis für die weitere Personalentwicklung ist die Personalstrategie, die das Handeln des Konzerns in allen Personalfragen bestimmt. Entlang dieser Strategie hat ENTEGA im vergangenen Jahr ein neues Personalkonzept erarbeitet – das Personalkonzept „ENTEGA 2025“. Dieses Konzept wird die Entwicklungsmöglichkeiten der Belegschaft in den kommenden Jahren weiter stärken und die Vielfalt im Unternehmen fördern. Gleichzeitig wird dadurch die Arbeitgebermarke ENTEGA im Rhein- Main-Gebiet weiter gefestigt, um die Attraktivität des Unternehmens hervorzuheben – zum Beispiel für Studienabsolventen oder Schülerinnen und Schüler, die einen Ausbildungsplatz suchen.

Auszubildende und Duale Studenten in 14 Ausbildungsgängen

Ausbildung wird bei ENTEGA großgeschrieben. Die Auszubildenden lernen in einem modernen Ausbildungszentrum.

Mit TALENTEGA fördert das Unternehmen gezielt potenzielle Nachwuchskräfte.

„Die Schwerpunkte unseres Personal-
konzepts sind neben Ausbildung, Nachfolgeplanung und Nachwuchs-
förderung vor allem Personal- und Führungskräfteentwicklung
sowie die bessere Vereinbarkeit
von Leben und Beruf.“

Andreas Niedermaier, Vorstand Personal und Infrastruktur

Junge Leute im Unternehmen auszubilden, das gehört für ENTEGA zu den zentralen Aufgaben einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung. Ein Blick auf die Ausbildungszahlen bestätigt das: Mehr als 40 neue Auszubildende und sechs Einstiegsqualifizierungspraktikanten wurden eingestellt. Insgesamt sind bei ENTEGA zurzeit rund 103 Auszubildende und Duale Studenten in rund 14 Ausbildungsgängen mit dem Ziel, sie grundsätzlich nach der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Aber ENTEGA bildet nicht nur aus, Nachwuchskräfte und Talente des Unternehmens werden gezielt weitergebildet. Für das Talentförderungsprogramm TALENTEGA zum Beispiel haben sich 2017 vierzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert. Ziel dieses Programms ist es, den Talenten eine Möglichkeit der besseren Vernetzung im Unternehmen zu bieten und sie mit zusätzlichen persönlichen und fachlichen Kompetenzen auszustatten, die in Zeiten der Transformation besonders wichtig sind. Das TALENTEGA Programm ermöglicht den Teilnehmern anhand des ENTEGA-Zukunftsbildes, strategische Projektideen zu entwickeln und in interdisziplinären Teams weiterzuentwickeln. Moderne Methoden wie Scrum, Design Thinking und Social Collaboration werden in der Praxis angewendet, um sie dann über das gesamte Unternehmen auszurollen. Best-Practice-Erfahrungen können im Rahmen dieses Programms auch in anderen Unternehmen gesammelt werden. Seit März 2017 durchlaufen die ersten TALENTEGAS das 18-monatige Talentförderprogramm.

Ein umfangreiches Bewegungsangebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – bei ENTEGA selbstverständlich.

„In Zeiten des demografischen Wandels und des Wettbewerbs um Talente ist es für unser Unternehmen sehr wichtig, Nachwuchskräfte zu qualifizieren und langfristig zu binden.“

Andreas Niedermaier, Vorstand Personal und Infrastruktur

Eine vertiefte Vernetzung im Unternehmen er- möglicht der Gedankenaustausch über die Führungsebenen hinweg: Vorstände, Führungskräfte, Mentoren und nicht zuletzt die Betriebsräte sind willkommene Ansprechpartner.

Abgerundet wird das Bild durch die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Auf das Potenzial und Know-how der Frauen kann und will ENTEGA nicht verzichten. Insofern ist es nur konsequent, 2017 das bestehende Frauennetzwerk weiter auszubauen, in dem sich Frauen aus unterschiedlichen Führungspositionen und verschiedenen Unternehmen treffen, um sich auszutauschen.

Hohe Priorität haben die Sicherheits- und Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. ENTEGA ist in diesem Bereich bereits auf einem hervorragenden Weg. Das bestätigt eine Auszeichnung, die das Unternehmen 2017 erhalten hat: das Siegel „Gesunde Belegschaft 2017“. Dieses Qualitätssiegel wird vom Corporate Health Network an Unternehmen verliehen, die sich überdurchschnittlich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren. Wir bieten mit unserem Mit-Fit-Programm ein vielfältiges Bewegungsangebot für die gesamte Belegschaft – von Yoga über Rücken-Fit und Qi Gong bis zu einem Fitness-Zirkel und Schwimmen. Jedes Jahr finden zudem zahlreiche Aktionen zur Gesundheitsprävention und Ernährung statt, die eine Grippeschutzimpfung einschließen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Anlegen einer Wildblumenwiese.

Mit Beschäftigten der Nieder-Ramstädter Diakonie wurden Insektenhotels gebaut.

Weitere Maßnahmen ergänzen das umfangreiche Angebot: In der Reihe „Betriebsklimaschutz“ bietet ENTEGA zum Beispiel jedes Jahr Vorträge und Workshops zu verschiedenen Gesundheitsthemen an, die 2017 von rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht wurden. Aber nicht nur das: Die ENTEGA-Sozialberatung hilft bei Suchtproblemen, bei familiären oder beruflichen Krisen. Das betriebliche Eingliederungsmanagement ermöglicht Langzeitkranken den Wiedereinstieg in den Job. In allen Arbeitsbereichen des Unternehmens gibt es umfassende, über das gesetzliche Maß hinausgehende Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen.

ENTEGA übernimmt also Verantwortung in vielfältiger Hinsicht. Das unternehmerische Handeln wird durch das soziale und ökologische Engagement komplettiert. Das gesellschaftliche Engagement hat ENTEGA in seiner im Jahr 2000 gegründeten Stiftung gebündelt. Inzwischen wurden über 2.000 gemeinnützige Projekte mit rund 10 Mio. Euro gefördert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es erneut 370.000 Euro. Inhaltlich geht es um die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen, die das Zusammenleben bereichern – von der Kultur bis zum Sport, von der Bildung über den sozialen Bereich bis zur Wissenschaft sowie zum Umwelt- und Klimaschutz.

Alle zwei Jahre verleiht die ENTEGA Stiftung den „Darmstädter Impuls“ – einen Preis in drei Kategorien, der mit einem Preisgeld von insgesamt 60.000 Euro dotiert ist. Den „Charlotte-Heidenreichvon- Siebold-Preis“ (Darmstadt) hat 2017 der Verein „vielbunt e. V.“ erhalten. Der „Ludwig-Bergsträsser- Preis“ (Region Rhein-Main-Neckar) ging an die Initiative „Teachers on the road“. Der überregionale „Erasmus-Kittler-Preis“ wurde dem Verein „Jugend Rettet“ verliehen. Bei der ENTEGA findet Ehrenamtliches aber nicht nur institutionell statt.

Die ENTEGA Stiftung förderte auch 2017 das bürgerschaftliche Engagement von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen.

„Wir brauchen Initiativen wie ,Jugend Rettet‘ – sie zeigen, dass aktive Menschen, die nicht wegschauen, unsere Welt verändern können."

Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der ENTEGA Stiftung

Moderatorin Dunja Hayali und die Preisträger Timur Beygo, Initiative „Teachers on the Road“, Rosa Opossum, vielbunt e. V., und Jakob Schoen, Jugend Rettet e. V. (v. l. n. r.)

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ehrenamtliches Engagement in der Region Ehrensache. Das Mitarbeitersponsoring ist mittlerweile zur Tradition geworden. Als regionales Unternehmen unterstützt ENTEGA auf Anregung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit 2003 jedes Jahr je ein Projekt aus den Bereichen Sport, Kultur, Soziales und Umwelt. Im vergangenen Jahr wurden dabei der Kreisimkerverein Darmstadt-Dieburg, eine Blinden-Tandemgruppe Darmstadt-Südhessen, das kommunale Kino in Pfungstadt und das Kinder-Palliativ-Team Südhessen gefördert.

Auch das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung war im Fokus einer besonderen Aktion. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauten gemeinsam mit Beschäftigten aus dem Berufsbildungsbereich der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) Insektenhotels. Die NRD ist eine Einrichtung für Behinderten-, Alten- und Jugend- hilfe. Darüber hinaus beteiligte sich ENTEGA 2017 an den EU-weiten Nachhaltigkeitswochen. Im Rahmen dieser Aktion haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Frankfurter Straße – unter anderem mit Unterstützung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Darmstadt – eine Wildblumenwiese angelegt.

Die Leitlinie des Unternehmens bleibt also die Ökologie. Deshalb wurde 2017 das ökologische Förderprogramm für unsere Kundinnen und Kunden mit einem Volumen von 280.000 Euro fortgeführt.

Fördergelder gab es – wie in den Jahren zuvor – für die Themenfelder Energiesparen und Energieeffizienz. Konkret für den Austausch der Heizkessel, die Erzeugung von Solarenergie, die Installation des Smart Home sowie die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs. Das kam nicht nur bei den Kunden hervorragend an: Der BUND Landesverband Hessen e. V. vergab für das Förderprogramm die Note „sehr gut“.

NEUE TÖNE

Große Orchester und Big Bands brauchen eine Partitur und einen Dirigenten, der alles zusammenhält. Das funktioniert bestens, ist aber nicht sehr flexibel – ein Zusammenhang, den auch hierarchisch gegliederte Unternehmen kennen. Wollen sie beweglicher werden, brauchen sie mehr Tempo, Individualität und Improvisation.

Hierarchisch aufgebaute Organisationen haben viele Vorteile – auch in der Musik. Das gilt für klassische Orchester, aber auch für Big Bands, wie sie beim Swing der 1930er- und 1940er- Jahre beliebt und berühmt waren: Jeder Musiker hatte seinen klar definierten Platz, jeder kannte seine Aufgabe und jeder hatte die Noten vor sich. Damit war jeder ein Teil des großen Ganzen – statt der Improvisation von Solisten zählte in der Big Band das Zusammenspiel im Satz. Und vorn stand der Bandleader, der sagte, was gespielt wird. Ganz anders im Bebop, der ab 1940 die Grundlagen des modernen Jazz legte: Hier herrschte enorm viel Tempo, hier dominierten die Improvisation und das freie Spiel, hier gab es keine Noten mehr, sondern den Mut, sogar noch während des Spiels das Neue zu wagen. In Zeiten, in denen auch in der Wirtschaft immer mehr Schnelligkeit und Innovationskraft gefordert sind, müssen auch Unternehmen „mehr Bebop wagen“. Zwar braucht es nach wie vor Führungskräfte und Strukturen, aber auch mehr Improvisation, mehr Bewegung und Spontanität. Anfangs klingt das nicht immer gut, aber es macht Freude und führt zu ganz neuen Klängen.

VON DER BIG BAND ZUR COMBO

Der Bebop war anfangs nicht besonders populär, denn die Musik war weniger zugänglich und unterhaltsam als der übliche Swing. Sie war komplexer, wirkte oft hektisch, und einzelne Melodien endeten häufig im Nichts. Und doch revolutionierte der neue Musikstil den gesamten Jazz, hin zu einem kunstvolleren Klang, hin zu mehr Individualität und Improvisation – und befreite ihn damit zugleich aus Routine und Erstarrung.

QUINTETT STATT ORCHESTER

Während in den Swing-Big-Bands die meisten Instrumente mehrfach vertreten waren, dominierte im Bebop die kleine Form: Eine Bebop-Combo bestand in der Regel aus fünf Musikern. Vertreten waren meist Trompete, Saxofon, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug.

NACH DER ARBEIT

Die Musiker der neuen Combos kamen oft aus dem Swing – sie waren es häufig nur einfach leid, als „Orchesterangestellte“ in den Big Bands immer dieselben Stücke spielen zu müssen. So trafen sie sich nach der Arbeit zu Jamsessions in Clubs wie dem Minton’s Playhouse im New Yorker Stadtteil Harlem. Musiker wie Dizzy Gillespie, Thelonious Monk oder Charlie Parker suchten auf diese Weise nach neuen musikalischen Ausdrucksformen.

EIGENE
IDENTITÄT

Der Bebop entstand auch als Ausdruck des neuen politischen und gesellschaftlichen Selbstbewusstseins der Afroamerikaner in den USA der 1940er-Jahre. Im Swing war es zu einer immer größeren Kommerzialisierung der Musik gekommen, die sich allerdings vor allem am Geschmack der weißen Mittelschicht orientierte. Im Bebop kam daher nicht nur die Suche nach künstlerischer und musikalischer, sondern auch nach politischer Freiheit und Unabhängigkeit zum Ausdruck.

UNBEKANNTE AUSSICHTEN

„Der eine Weg ist gerade und verläuft durch eine bekannte Landschaft, und es ist erholsam, diesen Weg zu fahren. Der andere ist gewunden – verläuft gleichsam über Berggrate und Klüfte –, aber er eröffnet eine Fülle von unbekannten Aussichten und neuen Bildern, und herrliche Bäume stehen an seiner Seite.“